Grundsteuer rechner

Kostenloser Grundsteuer rechner online für 2022 – Grundsteuer berechnen für Haus, Wohnung und andere Wohnimmobilien

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Fragen und Antworten

Die Grundsteuer berechnet sich durch Anwendung eines gemeindespezifischen Hebesatzes auf den Grundsteuermessbetrag. Der Grundsteuermessbetrag wiederrum wird derzeit noch durch Multiplikation einer gesetzlich vorgeschriebenen Steuermesszahl mit dem Einheitswert des Grundvermögens. Der Einheitswert wird vom Finanzamt festgestellt und ist ein veralteter Maßstab für den Wert eines Grundstück. Er entspricht nicht dem tatsächlichen Wert des Grundstücks.

 

Dieses Verfahren zur Berechnung der Grundsteuer ist bundeseinheitlich und wird noch bis Ende 2024 angewendet. Ab 2025 wird dann die Grundsteuer nach dem neuen Verfahren erhoben, welches mit der Grundsteuerreform eingeführt wurde. Ab dann wird es auch zu Abweichungen bei der Grundsteuerberechnung in einzelnen Bundesländern kommen, da diese eigene Berechnungsmethoden umsetzen werden.

 

In dem reformierten Modell des Bundes bleiben die grundsätzlichen Schritte zur Berechnung der Grundsteuer neu ab 2025 unverändert zur bisherigen Vorgehensweise. Es wird vor allem die Ausgangsgröße, der bisheriger Einheitswert, ersetzt durch den Grundsteuerwert. Der Steuermessbetrag ermittelt sich dann weiterhin durch Anwendung einer Steuermesszahl auf den Grundsteuerwert, die Höhe der Steuermesszahl wurde jedoch verringert, da der Grundsteuerwert eines Grundstücks wesentlich höher ausfallen wird als der bisherige Einheitswert. Abschließend wird dann auch weiterhin der Hebesatz auf den Grundsteuermessbetrag angewendet, jedoch sind die Städte und Gemeinden angehalten ihren Hebesatz anzupassen, damit es nicht zu einer flächendeckenden Erhöhung der Grundsteuer kommt. Der Hebesatz wird daher neu bestimmt werden, sobald die neuen Grundsteuerwerte auf Basis der Grundsteuererklärungen festgestellt sind.

Der Hebesatz ist bei der Grundsteuerberechnung ein variabler Faktor, der individuell von der Gemeinde, in der das Grundstück liegt, festgesetzt werden kann. Dabei handelt es sich um einen bestimmten Prozentsatz, der auf den Grundsteuermessbetrag angewendet wird und dadurch die tatsächlich zu zahlende Grundsteuer ergibt.

 

Der Hebesatz kann jährlich angepasst werden. Bis zum 30.06 des laufenden Jahres muss diese Entscheidung über eine Anpassung getroffen werden. Dieser neue Hebesatz gilt dann rückwirkend seit dem 01.01. des laufenden Jahres.

 

Es ist zu beachten, dass es unterschiedliche Hebesätze für die Grundsteuer je Gemeinde gibt. Derzeit sind dies die Hebesätze A und B, wobei der Hebesatz A für land- und forstwirtschaftliche genutztes Grundvermögen gilt und der Hebesatz B für die übrigen bebauten und unbebauten Grundstücke. Durch die Grundsteuerreform kann ab 2025 ein dritter Hebesatz C speziell für baureife, aber noch unbebaute Grundstücke hinzukommen.

Die Steuermesszahl ist ein Faktor sowohl zur Berechnung der Grundsteuer, als auch der Gewerbesteuer in Deutschland. Sie wird zumeist in Tausendsätzen (‰) angegeben.

Bei der Grundsteuerberechnung wird der Einheitswert  bzw. künftig der Grundsteuerwert mit der gesetzlich vorgeschriebenen Grundsteuermesszahl multipliziert, um den Grundsteuermessbetrag zu berechnen. Die Höhe der Steuermesszahl ist in § 15 des Grundsteuergesetzes vorgeschrieben und beträgt derzeit noch – also vor Umsetzung der Grundsteuerreform – 3,5 vom Tausend. Für Ein- und Zweifamilienhäuser gibt es jedoch ermäßigte Messzahlen, so beträgt die Steuermesszahl für Zweifamilienhäuser einheitlich 3,1 vom Tausend und für Einfamilienhäuser 2,6 vom Tausend bis zu einem Einheitswert von 38.346,89 Euro und 3,5 für den darüber hinausgehenden Anteil. Eigentumswohnungen sind hingegen nicht begünstigt nach derzeitigem Recht.

Im Zuge des Gesetzesreform wurde auch § 15 Grundsteuergesetz zur Steuermesszahl geändert. Danach beträgt die auf den Grundsteuerwert anzuwendende Steuermesszahl 0,34 vom Tausend für unbebaute wie bebaute Grundstücke, die nicht überwiegend zu Wohnzwecken genutzt werden. Für überwiegend zu Wohnzwecken genutzten Gebäude beträgt die Steuermesszahl hingegen 0,31 vom Tausend. Unter bestimmten Bedingungen wird die Messzahl um 25% ermäßigt. So sieht es das Bundesmodell vor, einzelne Länder haben jedoch davon abweichende Regelungen getroffen.

Unser Grundsteuerrechner kann den neuen Grundsteuerwert nach dem Bundesmodell auf Basis der Nutzerangaben präzise berechnen. Basierend auf dem Grundsteuerwert und derzeit zur Anwendung kommenden Hebesätzen kann auch eine voraussichtliche Grundsteuer für den Zeitraum ab 2025 bestimmt und mit ihrer aktuellen Grundsteuer verglichen werden.

 

Die exakte Höhe der Grundsteuerbelastung ab 2025 kann derzeit jedoch leider nicht bestimmt werden, da die dann geltenden Hebesätze noch nicht bekannt sind und diese Sätze bis dahin voraussichtlich noch stark angepasst werden müssen.

 

Für die Bundesländer Hamburg, Hessen und Niedersachsen kann für das dort zur Anwendung kommende Modell leider kein Wert bestimmt werden, da deren Modelle die Berücksichtigung eines Lagefaktors vorsehen, der zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt ist.

Die Grundsteuer für bebaute Wohngrundstücke berechnet sich künftig folgendermaßen:

Grundsteuerwert * 0,31 Promille (Steuermesszahl) * Hebesatz der Gemeinde

Für andere Grundstücke (unbebaut, gewerbliche Nutzung) beträgt die Steuermesszahl 0,34 Promille.

Nach dem Willendes Gesetzgebers soll es durch die Reform nicht zu einer flächendeckenden Erhöhung der Grundsteuer kommen. D.h. im Wesentlichen soll die Belastung neu verteilt werden, so dass manche Grundstückseigentümer mit einer Entlastung rechnen können, während für andere die Grundsteuer steigen wird. Eine einheitliche Aussage lässt sich dazu daher leider nicht treffen, zumal auch der gemeindespezifische Hebesatz am Ende eine wesentliche Rolle spielt und sich diese bis zur erstmaligen Erhebung der neuen Grundsteuer in 2025 noch wesentlich ändern können.

In Baden-Württemberg wird das sogenannte Bodenwertmodell genutzt. Berechnungsfaktoren für die Grundsteuer sind bei diesem Modell der Bodenrichtwert sowie die Grundstücksfläche. Die gesetzlich festgelegte Steuermesszahl sowie der von Ihrer Kommune kommende Hebesatz sind die beiden weitern Daten, die für die Berechnung benötigt werden. Wird ein Grundstück überwiegend zu Wohnzwecken genutzt gibt es eine 30%ige Ermäßigung der Grundsteuer.

Beim bayrischen Flächenmodell lauten die drei entscheidenden Faktoren: Grundstücksfläche, Gebäudefläche und Immobiliennutzung. Das Finanzamt benötigt diese Daten, um den Grundsteuermessbetrag festzusetzen. Dieser Wert wird anschließend mit dem Hebesatz der Kommune multipliziert. Auch Bayern gewährt eine Ermäßigung von 30% für Wohnflächen

Die Landesregierung von Berlin hat sich für das Bundesmodell entschieden. Das bedeutet die wichtigen Faktoren zur Grundsteuerberechnung lauten: Grundstücksfläche- und Lage, Wohnfläche/Nutzfläche, Gebäudeart, Baujahr und der Bodenrichtwert.

In Brandenburg wird das vom Bund vorgeschlagene Bundesmodell genutzt. Das bedeutet die wichtigen Faktoren zur Grundsteuerberechnung lauten: Grundstücksfläche- und Lage, Wohnfläche/Nutzfläche, Gebäudeart, Baujahr und der Bodenrichtwert.

Das Modell der von Bremen gewählten Regierung ist das Bundesmodell. Das bedeutet die wichtigen Faktoren zur Grundsteuerberechnung lauten: Grundstücksfläche- und Lage, Wohnfläche/Nutzfläche, Gebäudeart, Baujahr und der Bodenrichtwert.

In Hamburg findet das Wohnlagemodell Anwendung. Insgesamt 4 Faktoren sind ausschlaggebend, um die Grundsteuer zu berechnen. Neben der Grundstücksfläche und der Gebäudefläche sind die Nutzung der Immobilie als auch sie Wohnlage wichtig. Denn diese Daten sind für das zuständige Finanzamt die Grundalge zur Berechnung des Grundsteuermessbetrags. Anhand dessen kann Ihre Kommune im nächsten Schritt den Hebesatz festlegen.

Beim hessischen Flächen-Faktor-Modell ist die Fläche des Grundstücks, die Fläche des Gebäudes und die Nutzung der Immobilie relevant. Während Sie diese Werte beim Finanzamt angeben müssen, erhalten die Finanzämter den Bodenrichtwert und den durchschnittlichen Bodenrichtwert der Gemeinde, der als Lagefaktor einbezogen wird, automatisch von dem Katasteramt.

Auch die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern hat sich für das Bundesmodell entschieden. Das bedeutet die wichtigen Faktoren zur Grundsteuerberechnung lauten: Grundstücksfläche- und Lage, Wohnfläche/Nutzfläche, Gebäudeart, Baujahr und der Bodenrichtwert.

Das Bundesland Niedersachsen verwendet das Flächen-Lage-Modell. Um in Niedersachsen die Grundsteuer zu berechnen sind folgende Faktoren relevant: Die Grundstücksfläche, die Gebäudefläche und die Nutzung der Immobilie. Der durchschnittliche Bodenrichtwert der Gemeinde als Lagefaktor, wie auch der Bodenrichtwert des Grundstücks sind Daten, die vom Finanzamt benötigt werden, jedoch automatisch vom Vermessungs- und Katasteramt an Ihr Finanzamt weitergeleitet werden.

In Nordrhein-Westfalen hat sich die Regierung sich für das Bundesmodell entschieden. Das bedeutet die wichtigen Faktoren zur Grundsteuerberechnung lauten: Grundstücksfläche- und Lage, Wohnfläche/Nutzfläche, Gebäudeart, Baujahr und der Bodenrichtwert.

Für die Nutzung des Bundesmodells wurde sich von der Landesregierung in Rheinland-Pfalz entschieden. Das bedeutet die wichtigen Faktoren zur Grundsteuerberechnung lauten: Grundstücksfläche- und Lage, Wohnfläche/Nutzfläche, Gebäudeart, Baujahr und der Bodenrichtwert.

Im Saarland hat die Landesregierung sich grundsätzlich für das Bundesmodell entschieden, wendet aber leicht abweichende Steuermesszahlen an. Die wichtigsten Faktoren zur Grundsteuerberechnung sind wie beim Bundesmodell üblich: Grundstücksfläche- und Lage, Wohnfläche/Nutzfläche, Gebäudeart, Baujahr und der Bodenrichtwert. Insbesondere für unbebaute Grundstücke wird im Saarland aber mit 0,64 ‰ eine höhere Steuermesszahl als in den anderen Ländern mit Bundesmodell (dort 0,34 ‰) angewendet. Dafür beträgt die Steuermesszahl für bebaute Wohngrundstücke mit 0,34 ‰ mehr als im übrigen Bundesmodell (dort 0,31 ‰).

Im Sachsen kommt grundsätzlich das Bundesmodell zum Einsatz, es wurde sich aber für eine abweichende Steuermesszahl entschieden. Die wichtigsten Faktoren zur Grundsteuerberechnung sind wie beim Bundesmodell üblich: Grundstücksfläche- und Lage, Wohnfläche/Nutzfläche, Gebäudeart, Baujahr und der Bodenrichtwert. Sachsen wendet generell höhere Steuermesszahlen an als die anderen Länder mit Bundesmodell, so beträgt die Messzahl für unbebaute Grundstücke und bebaute Wohngrundstücke 0,36 ‰ (statt 0,34 ‰ bzw. 0,31 ‰). Für Geschäftsgrundstücke ist die Messzahl mit 0,72 ‰ wesentlich höher als im übrigen Bundesmodell (dort 0,34 ‰).

Die Landesregierung in Sachsen-Anhalt hat sich ebenfalls für das Bundesmodell entschieden. Das bedeutet die wichtigen Faktoren zur Grundsteuerberechnung lauten: Grundstücksfläche- und Lage, Wohnfläche/Nutzfläche, Gebäudeart, Baujahr und der Bodenrichtwert.

Im Bundesland Schleswig-Holstein hat man sich für das Bundesmodell entschieden. Das bedeutet die wichtigen Faktoren zur Grundsteuerberechnung lauten: Grundstücksfläche- und Lage, Wohnfläche/Nutzfläche, Gebäudeart, Baujahr und der Bodenrichtwert.

In Thüringen viel die Entscheidung auf das vom Bund vorgeschlagene Bundesmodell. Das bedeutet die wichtigen Faktoren zur Grundsteuerberechnung lauten: Grundstücksfläche- und Lage, Wohnfläche/Nutzfläche, Gebäudeart, Baujahr und der Bodenrichtwert.

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