Grundsteuermesszahl

Die Steuermesszahl ist ein Faktor sowohl zur Berechnung der Grundsteuer, als auch der Gewerbesteuer in Deutschland. Sie wird zumeist in Tausendsätzen (‰) angegeben.

Bei der Grundsteuerberechnung wird der Einheitswert  bzw. künftig der Grundsteuerwert mit der gesetzlich vorgeschriebenen Grundsteuermesszahl multipliziert, um den Grundsteuermessbetrag zu berechnen. Die Höhe der Steuermesszahl ist in § 15 des Grundsteuergesetzes vorgeschrieben und beträgt derzeit noch – also vor Umsetzung der Grundsteuerreform – 3,5 vom Tausend. Für Ein- und Zweifamilienhäuser gibt es jedoch ermäßigte Messzahlen, so beträgt die Steuermesszahl für Zweifamilienhäuser einheitlich 3,1 vom Tausend und für Einfamilienhäuser 2,6 vom Tausend bis zu einem Einheitswert von 38.346,89 Euro und 3,5 für den darüber hinausgehenden Anteil. Eigentumswohnungen sind hingegen nicht begünstigt nach derzeitigem Recht.

Im Zuge des Gesetzesreform wurde auch § 15 Grundsteuergesetz zur Steuermesszahl geändert. Danach beträgt die auf den Grundsteuerwert anzuwendende Steuermesszahl 0,34 vom Tausend für unbebaute wie bebaute Grundstücke, die nicht überwiegend zu Wohnzwecken genutzt werden. Für überwiegend zu Wohnzwecken genutzten Gebäude beträgt die Steuermesszahl hingegen 0,31 vom Tausend. Unter bestimmten Bedingungen wird die Messzahl um 25% ermäßigt. So sieht es das Bundesmodell vor, einzelne Länder haben jedoch davon abweichende Regelungen getroffen.

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